Champagne Deutz

Als der aus Aachen stammende William Guillaume Deutz und sein Geschäftspartner Peter-Joseph-Hubert Geldermann das Haus 1838 in Aÿ gründeten, konnten sie kaum ahnen, dass sie die ersten Zeilen einer beeindruckenden Erfolgstory schrieben. Heute ist es „eines der besten unter den kleineren Champagnerhäusern“ (Hugh Johnson) und zeigt sich vor allem in seinem ganz traditionellen Stil mit finessenreichen Cuvées in alter Stärke.

Champagne Deutz ist unser
„Weingut des Monats November“

Am 1. November 2018 heißt es von 19 bis 21 Uhr in Weinladen Westend „Man trinkt Deutz!“.
Sommelier Thomas Sommer kennt Deutz so gut wie seinen eigenen Weinkeller und stellt Ihnen „eines der besten unter den kleineren Champagnerhäusern“ (Hugh Johnson) vor.

Die Veranstaltung ist leider bereits ausverkauft!

Champagne Deutz im Weinladen Schmidt

Man trinkt Deutz!

Im Jahre 1830 reisten zwei gerade 20-jährige, ziemlich unbedarfte junge Männer aus der Kaiserstadt Aachen ins Champagneörtchen Aÿ. Im Auftrag eines wohlhabenden Gourmets sollten Wilhelm Deutz und Peter Joseph Hubert Geldermann den dortigen Markt sondieren, um günstig Wein einzukaufen. Schon bald nach ihrer Ankunft bekamen sie eine Anstellung als Verkäufer im Hause Bollinger und waren begeistert von der regionalen Lebensart. Ihr Auftraggeber aber hatte mittlerweile andere Sorgen. Freiherr Alwin von Amelunxen, vormals stolzer Rittergutsbesitzer, verlor „wegen Entwendung einer Taschenuhr“ seinen Adelstitel und irrte viele Jahre im Ausland umher. Der Weg war nun frei für die Gründung eines eigenen Champagnerhauses. Nach erfolgreichen Anfangsjahren erlebte Deutz – wie alle anderen in der Region – ein überaus wechselhaftes 20. Jahrhundert. Mit einer großen Wirtschaftskrise, zwei Weltkriegen und mehreren Restaurierungsphasen.

Erfolgreicher Neubeginn unter Fabrice Rosset

Nach eher unglücklichen Jahren in den 1980ern, begann mit der mehrheitlichen Übernahme von Champagne Roederer eine bis heute währende positive Entwicklung. Das Gesicht dieses Aufstiegs: Fabrice Rosset. Als neuer Deutz-Präsident erbat er sich uneingeschränkte Handlungsfreiheit und nutzte diese für ein nie gekanntes Qualitätsmanagement mit immensen Investitionen in ein modernes Equipment. Mit einer stärkeren Betonung des Terroirs, längeren Hefelagerzeiten und diversen Innovationen konnte das Haus an glanzvolle Zeiten anknüpfen. So leistet man sich neben der alten, von Pinot Noir dominierten Prestige-Cuvée „William Deutz“ seit 1999 mit dem nach einer kleinen Amor-Statue im Innenhof des Weinguts benannten „Amour des Deutz“ ein zweites, ausschließlich aus Chardonnay bestehendes Flaggschiff. Ein Unikat in der Champagne!
Quantitativ mag Deutz mit seinen 42 ha Weinbergen unter den Champagnerhäusern einen Mittelfeldplatz einnehmen, qualitativ spielt es endlich wieder ganz vorne mit! (80% der Trauben stammen aus Grand Cru- und Premier Cru-Lagen!) Der Name Deutz steht heute wieder für Authentizität, Stil und Eleganz. Die wundervoll mineralischen Champagner, in teils 60 Meter unter der Erde liegenden Kreidekellern gereift, sind zu Legenden geworden. Bezeichnend: Während andere Champagnerhäuser bis zu 70% ihrer Produktion exportieren, werden bei Deutz 55% des Umsatzes auf dem wohl anspruchsvollsten Markt erzielt: in der französischen Heimat.

Unsere besondere Empfehlung:

Wer auf der Suche nach einem urtypischen, traditionellen Champagner ist, wird beim „Deutz Brut Classic“ fündig. Mit seiner großen Erfahrung und seltener Virtuosität kreiert Kellermeister Michel Davesne aus bis zu 40 Grundweinen (darunter bis zu 45% Reserveweine älterer Jahrgänge) eine perfekt harmonierende Cuvée. Wichtige Konstante sind 3 Jahre Reifezeit und der gleiche Anteil von Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. La Champagne en miniature. Großartig!

Impressionen Champagne Deutz

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