Weinladen Schmidt: Unsere Geschichte

In 50 Jahren zum Fachhändler des Jahres für Wein

Historie einer Leidenschaft für Wein

2014 war für uns ein besonderes Jahr mit einem ziemlich runden Jubiläum: Wir wurden „fuffzich“! Der Weinladen Schmidt gehört bundesweit mittlerweile zu den Spezialisten für deutschen Wein und zählt mit seinen fünf Geschäften und seiner Erfahrung als Betreuer von Gastronomie, Hotellerie und Catering zu den wichtigsten Weinhändlern Berlins. Eine ehrenvolle Auszeichnung konnte unsere Feierstimmung dabei steigern: Auf der ProWein kürte uns das Deutsche Weininstitut zu Deutschlands „Fachhändler des Jahres“!  Wir sind froh, dass nicht nur große Weine über großes Reifepotenzial verfügen und sind uns sicher, den Zenit noch nicht erreicht zu haben.

Wie wir wurden, was wir sind, erfahren Sie hier:

historie1964 Im (West-)Berliner Stadtteil Neukölln ziehen die ersten Mieter in die futuristische „Gropiusstadt“; das Finanzministerium der DDR führt den Zwangsumtausch für DDR-Besuche in Höhe von 5 DM ein; Hertha BSC beendet die erste Saison der neu eingeführten Fußball-Bundesliga auf Platz 14.
In diesem Jahr (in Deutschland ein sehr guter Weinjahrgang!) brachten Edeltraud und Dietmar Schmidt zwei gar unterschiedliche Kinder zur Welt: ihren Sohn Carsten, heute Junior-Chef des Unternehmens und eben den „Weinladen“. Das Geschäft in der Neuköllner Sonnenallee gehörte zuvor zur „Likör- und Spirituosenfabrik Kutzner“ und erfreute sich schon damals großer Beliebtheit.
In den ersten Jahren arbeiteten ausschließlich Edeltraud und Dietmar Schmidt im Geschäft. Lediglich für 3 Wochen im Sommer suchten sich die beiden eine Aushilfskraft, um den Jahresurlaub für Weinreisen nach Deutschland, Frankreich und Italien zu nutzen und Neues kennen zu lernen. Nicht selten waren es Empfehlungen der Kunden, die sich später im Sortiment wiederfanden. Neugier und Offenheit gehören für den „Weinladen“ auch heute noch zu den Kardinaltugenden eines leidenschaftlichen Weinhändlers!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA1971 Der 10. Jahrestag des Mauerbaus wird im Westteil mit Kranzniederlegungen, im Ostteil mit einer Kampfgruppenparade begangen; Hertha BSC ist in den Bundesliga-Bestechungsskandal verwickelt.
Es war wohl im Jahr 1971, als die Schmidts beschlossen, „nach eigenem Geschmack“ einzukaufen und ganz auf trockene Weine zu setzen. Nicht ungefährlich, in einer Zeit, da „Pieroth“ als „Guru der lieblichen Weine“ das Zepter schwang und der Oppenheimer Krötenbrunnen unaufhörlich sprudelte. Doch der eigene Geschmack schien ein guter und zukunftsträchtiger gewesen zu sein. Die „Sonne“, wie das Geschäft in der Neuköllner Sonnenallee kurz genannt wird, strahlte immer heller. Eine Halbtagskraft wurde eingestellt. Expansionspläne reiften. So kam es…

1981 Zur Eröffnung einer zweiten Filiale in der Lichterfelder Ringstraße. Dass auch das zweite Standbein auf erfolgreichem Boden stand, war das Verdienst von Edeltraud Schmidt, die den Laden nahezu alleine schmiss.
In diesem Jahre, 1981, leistete sich Berlin mit Dietrich Stobbe, Hans Jochen Vogel (beide SPD) und Richard von Weizsäcker (CDU) gleich drei „Regierende“; am ersten Berliner City-Marathon (vom Reichstag zum Ku’damm) beteiligen sich 3109 Läufer; die DDR feierte Unter den Linden mit großem militärischen Zeremoniell „20 Jahre Antiimperialistischer Schutzwall“.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA1983 Hertha BSC ist mal wieder abgestiegen; Udo Lindenberg fährt mit einem „Sonderzug nach Pankow“, tritt im „Palast der Republik“ auf und möchte „dem alten Rocker Honi“ eine Lederjacke überreichen.
In diesem Jahr wird der „Weinladen Wittenau“ in der Oranienburger Straße eröffnet.

1984 Eberhard Diepgen (CDU) wird neuer „Regierender“; die West-Berliner S-Bahn, bis dato unter DDR-Verwaltung, wird von den West-Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) übernommen. Carsten Schmidt schließt erfolgreich seine Ausbildung als Industriekaufmann ab und avanciert zum Junior-Chef des Unternehmens, welches in die „Weinladen Schmidt GmbH“ umgewandelt wurde. Stundenweise wird ein Fahrer eingestellt.

1989 Ein gewisser Herr Schabowski löst mit einer viel beachteten Pressekonferenz ein zumutbares Verkehrschaos aus; Berlin wird eine andere Stadt – eine Stadt!
In diesem Jahr des Wandels erschließt sich dem „Weinladen“ ein neuer Kundenkreis, der im Schmidtschen Sortiment eine willkommene Bereicherung zu den altbewährten „Rosenthaler Kadarka“ und „Bärenblut“ sieht.

chronikkatzekeller1992 Marlene Dietrich wird in ihrer Heimatstadt Berlin auf dem Friedhof in Friedenau beigesetzt; die 14-jährige Franziska van Almsick wird Schwimm-Olympiasiegerin in Barcelona.
Es erfolgt der Umzug des Lagers und der Verwaltung von der „Sonne“ in die Kreuzberger Katzbachstraße. Mit ihren 1000 m2; Fläche (vorher: 250 m2;) bieten die alten, mehretagigen Kellerräume völlig neue Möglichkeiten. Im gleichen Jahr wird Hartmut Gerlach, zuständig für Einkauf und Disposition, eingestellt. Seine ersten Arbeitstage fielen in den November – Primeurzeit! Der Beaujolais gehört bis zum heutigen Tag nicht zu seinen Lieblingsweinen…

1994 Aus dem guten, alten „RIAS“ wird das „Deutschlandradio“; der Kaufhaus-Erpresser „Dagobert“ wird festgenommen; der „Marx-Engels-Platz“ in Mitte heißt wieder „Schlossplatz“.
In der Katzbachstraße gibt es von nun an nicht nur Lager und Verwaltung, sondern auch einen richtigen „Weinladen“.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA1995 Christo verhüllt den Reichstag; erstmals seit vielen Jahrzehnten fährt die U-Bahn wieder über die Oberbaumbrücke und verbindet damit die Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain; der Dramatiker Heiner Müller stirbt kurz vor Vollendung seines 67. Geburtstages.
Mit Jürgen Lund und Mario Konzag kommen Mitarbeiter für den Außendienst hinzu, die den Großhandel mit der Gastronomie und Hotellerie in Berlin und Brandenburg wesentlich intensivierten. In diesem Jahr zog der „Weinladen“ in Lichterfelde von der Ringstraße in die Curtiusstraße.

1997 Einweihung des Luxushotels Adlon am Pariser Platz; Sven Ottke gibt in der Max-Schmeling-Halle sein Debüt als Profiboxer.
Der „Weinladen“ wandert über die Stadtgrenzen und eröffnet eine Filiale in Stralsund.

1998 Am Lehrter Bahnhof feiert man die Grundsteinlegung des künftigen Hauptbahnhofs; Harald Juhnke feiert an dem Ort, an dem er vor 50 Jahren seine Schauspielkarriere begann: im „Maxim-Gorki-Theater“, das damals noch „Haus der Kultur der Sowjetunion“ hieß.
In diesem Jahr fanden für die Schmidts gleich zwei sehr erfolgreiche Ernten statt: eine am Kreuzberg, wo der „Weinladen“ mit der „VinTage 1998“ seine erste Hausmesse durchführte und eine an der Mittelmosel, wo die Schmidts ihren ersten eigenen Wein (natürlich Riesling!) kelterten. In diesem Jahr wurde der „Weinladen“ zugleich Deutschlands erster Ambassador des kalifornischen Weinpioniers Robert Mondavi.

chronikreichsstr1999 Der Deutsche Bundestag hat von nun an seine Heimstätte im Reichstagsgebäude; einer der ersten Beschlüsse des Parlaments ist die Errichtung des Holocaust-Denkmals nach dem Entwurf des Architekten Peter Eiserman.
Eröffnung der Filiale in der Reichsstraße (Westend). Der „Weinladen“ wird für seine Leidenschaft für Deutschlands große Weißweintraube belohnt und bekommt mit der „Riesling-Trophy“ (Weinwirtschaft) und dem „Pro-Riesling“ (Vinum) die beiden wichtigsten Riesling-Auszeichnungen des Landes. Mit einer kleinen „Alpenexplosion“ vergrößert sich das Sortiment österreichischer Weine erheblich und zeigt, dass in der zweiten Herzkammer des „Weinladen“ unser Nachbarland Österreich einen festen Platz gefunden hat.

2000 In diesem Jahr des Jahrtausendwechsels hat der „Weinladen“ seinen ganz eigenen Höhepunkt: die zweite Hausmesse „VinTage“, die bei den Winzern eine ebenso hohe Wertschätzung genießt wie bei den Messebesuchern. In diesem Jahr heißt es zudem „Weinladen goes online“: unter www.weinladen.com präsentiert sich das Unternehmen nun auch im „weltweiten Netz“.

2001 Claudio Abbado, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, geht in seine letzte Spielzeit, sein Nachfolger ist der Brite Sir Simon Rattle; Union Berlin (mit großer Anhängerschaft im Unternehmen!) erreicht als Regionalligist das DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04.
Carsten Schmidt eröffnet mit seinem Partner Lars Rutz die „Weinbar Rutz“, ein Spitzenrestaurant mit über 1000 Weinen, das schon nach wenigen Jahren zu „Deutschlands bester Weinbar“ (Gault Millau 2004) gekürt wurde.

2001 In diesem Jahr rücken zwei der symbolträchtigsten Bauwerke der Stadt in den Mittelpunkt: Nach zwei Jahren aufwändiger Restaurierung wird das sandsteinfarbene Brandenburger Tor enthüllt und der Bundestag beschließt den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses.
Von einer Tradition mag man bei einer zum dritten Mal durchgeführten Hausmesse vielleicht noch nicht sprechen können, doch die „VinTage“ hat mit ihrer großen Resonanz gezeigt, dass sie zu einem Fixpunkt im Berliner Weinkalender geworden ist.

2003 Aus den Regionalsendern ORB und SFB entsteht die Rundfunkanstalt Berlin-Brandenburg (RBB).
Aufwändige Umgestaltung der Filiale in Wittenau.

chronikvintage20042004 Von Februar bis September ist in der Neuen Nationalgalerie das MoMa zu Gast und ist mit rund 1,2 Millionen Zuschauern eine veritable Blockbuster-Ausstellung. Der ehemalige IWF-Direktor Horst Köhler wird zum neunten Bundespräsidenten gewählt.
Im Jahr 2004 feiert der „Weinladen“ – mittlerweile seinen nun schon 40. Geburtstag zünftig auf der „VinTage 2004“, gemeinsam mit über 50 Winzern und zahlreichen Gästen. Bei rund 500 Weinen eine abwechslungsreiche Party!

chronikeroeffnungkolle2006 Pünktlich (!) zur Weltmeisterschaft „dahoam“ wird der Berliner Hauptbahnhof eröffnet. Erster Spatenstich für den Fluchhafen BER, das aufregendste Infrastrukturprojekt der Hauptstadt.
Die aus unserer Sicht wichtigste Eröffnung war jedoch die des „Weinladens Kollwitzstraße“, unserer vielleicht schönsten Filiale! Die „VinTage 2006“ fand in einer neuen „Location“ statt: im Berliner Wasserwerk (Hohenzollerndamm 208). Wein, WM und Wetter – es passte einfach alles!

chronikmichaelis2007 Nach dem Klinsi-Jahr knuddelt sich Eisbär Knut in die Herzen weltweiter Verehrer. Etwas älter ist ein weiterer Liebling der Berliner: der 12,5 Meter hohe Brachiosaurus, der nach der Renovierung des Museums für Naturkunde seinen xxx-ten Frühling erlebt.
Mit der Übernahme des traditionsreichen Hermsdorfer Familienunternehmens „Michaelis – Feine Spezialitäten“ beschreitet der „Weinladen“ neue Wege.

chronikvintage20082008 85 Jahre nach seiner Eröffnung wird im Oktober mit dem Flughafen Tempelhof der älteste Zivilflughafen der Welt geschlossen.
Am 15. 01. steigt in Westend eine Wiedereröffnungsparty: Nach aufwändigem Umbau erstrahlt der Weinladen Reichsstraße in neuem Glanz. Bereits zum zweiten Male findet die „VinTage“ im „Wasserwerk“ statt, welches als Veranstaltungsort unsere Messegäste und Winzer gleichermaßen begeistert. Am 1. Dezember geht unsere neugestaltete Web-Site ins Netz.

chroniklkwMai 2009 Und wieder ist Berlin Gastgeber für ein sportliches Großereignis und lädt die Welt im August zur XII. Leichtathletik-Weltmeisterschaft. Die in Berlin lebende rumäniendeutsche Schriftstellerin Herta Müller erhält den Nobelpreis für Literatur.
Lager und Verwaltung zieht von der Sickingenstraße auf das Gelände des Berliner Großmarktes in der Beusselstraße. Der Weinladen hat wieder einen eigenen Fuhrpark und eigene Fahrer.

2010 Die Berliner und ihre Gäste werden 365 Tage vom S-Bahn-Chaos begleitet. Die deutsche Staatsoper Unter den Linden muss wegen aufwändiger Sanierungsarbeiten ins Charlottenburger Schiller Theater ziehen. Ausstellung des Jahres ist die große Frida-Kahlo-Retrospektive im Martin-Gropius-Bau.
Der Verband deutscher Prädikatsweingüter (VDP) feiert seinen 100. Geburtstag und ist damit die älteste Winzervereinigung der Welt. Klar ist da auch der Weinladen in Feierlaune und führt zahlreiche Veranstaltungen mit den VDP-Weingütern aus dem Schmidt-Sortiment durch. Höhepunkt: Das Gutswein-Wochenende Anfang September.

2011 Glückwunsch: Der Ku’damm wird 125 Jahre alt und sah schon mal älter aus. Die Humboldt-Box auf dem Schlossplatz in Mitte wird für Besucher geöffnet. Acht Jahre lang soll sie den Neubau des Berliner Schlosses begleiten. Knut ist tot und macht viele tierisch traurig.
Der Weinladen eröffnet sein neues Zentrallager in der Lengeder Straße in Reinickendorf. Die „VinTage“ findet erstmals im November statt.

chronikvintage20132013 „Ich bin ein Berliner.“ Genau ein halbes Jahrhundert ist her, dass der amerikanische Präsident das geteilte Berlin besuchte und seine berühmte Rede vor dem Schöneberger Rathaus hielt. Hertha steigt mal wieder und endgültig auf, Union weiht seine neue Haupttribüne mit einem Spiel gegen Celtic Glasgow ein.
Ab Sommer in der Kolle: unsere neue Weinbar für Spätberufene und Spontantrinker. Der Weinladen zeigt „Mut zur Lücke“ und nimmt alle Weine aus der sogenannten Neuen Welt aus dem Sortiment. Am zweiten Sonntag im November steigt im Umspannwerk Kreuzberg zum mittlerweile achten Mal die „VinTage“.

2014 Das Pergamon-Museum macht für die nächsten Jahre (fast völlig) dicht, im Martin-Gropius-Bau eröffnet eine Wikinger-Ausstellung. 2014 war mit den Erinnerungen an 25 Jahre Mauerfall und 100 Jahre Beginn des Ersten Weltkriegs ein Jahr der Jubiläen und runden Gedenktage.

Auch der Weinladen hat was Rundes zu bieten und feiert sein 50-jähriges Bestehen. Die Feierlaune wird durch eine schöne Auszeichnung gesteigert: Der Weinladen Schmidt wird vom Deutschen Weininstitut als Deutschlands „Weinfachhändler des Jahres 2014“ ausgezeichnet! Gemeinsam mit den TV-Köchen Ralf Zacherl & Mario Kotaska eröffnen Anja & Carsten Schmidt mit dem Schmidt Z&KO Berlins neue „vinophile Genusswerkstatt“.

2015 Bitte schon mal vormerken: Am 8.11.2015 (12 bis 18 Uhr) öffnet (wie immer am zweiten Sonntag im November) unsere große Hausemesse ihre Türen. Freuen Sie sich auf über 450 Weine, die von den Winzern persönlich präsentiert werden.
To be continued…

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