Elisabetta Foradori – Trentino

Elisabetta_portrait_220x189Elisabetta Foradori: Der Teroldego ist weiblich!
Der Name Foradori war im Weinladen schon präsent, lange bevor wir Elisabettas Weine in unser Sortiment kamen. Schließlich ist ihr Cousin Martin Foradori der Inhaber eines unserer Italien-Klassiker, des Südtiroler Weinguts Hofstätter. Freunde italienischer Weine, die Augen und Gaumen wach halten, kommen allerdings eh nicht an dieser charismatischen Winzerin vorbei.
Was für eine schöne, gescheite Frau! Was für eine Aura! Und: Was für Weine!

Unsere Weine vom Weingut Foradori im Onlineshop

Elisabetta Foradori und die Renaissance des Teroldego

Was wurde sie belächelt von ihren männlichen Winzerkollegen aus dem Trentino, als Elisabetta Foradori ihre erste Ernte einfuhr. Aus deren Sicht machte sie so ziemlich alles falsch, was Frau falsch machen konnte. Denn die junge Winzerin war sich sicher: Die Zukunft liegt im regionalen Teroldego, am besten aus Einzellagen, im biodynamischen Weinbau und in der Rückbesinnung alter Gärmethoden und der Verwendung von Amphoren.
Der Teroldego (die Betonung liegt auf der zweiten Silbe) galt zwar als „Local Hero“, wurde aber in den Trentiner Weinbergen trotz seiner über 500 Jahre alten Tradition erfolgreich von den „Globalplayern“ Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah verdrängt und führte als bedrohte Traubenart eine traurige Schattenexistenz. Bis, ja bis eben Signora Foradori kam und mit Weinen wie dem Sgarzon, dem Morei und vor allem mit ihrem Flaggschiff Granato auch international für Furore sorgte. Heute ist Elisabetta nicht nur das (schöne!) Gesicht des Teroldego, sondern ist auch mit Weißweinen wie dem aus alten Pinot Grigio-Reben gekelterten gefüllten Fuoripista (seit 2014) und der uralten Nosiola (seit 2009) zu einem Fixstern am Trentiner Weinhimmel geworden.

Pionierin beim Teroldego aus dem Trentino

1985, als Elisabetta nach dem frühen Tod des Vaters mit nur 19 Jahren das Weingut übernahm, war der Teroldego nur eine regionale Größe und präsentierte sich meist blass und mit wenig ausgeprägtem Charakter. Als die junge Winzerin anfing, einiges anders zu machen als ihre meist männlichen, erfahreneren Winzerkollegen, wurde sie mitleidig belächelt. Heute will davon keiner mehr etwas wissen. Elisabetta war eine der ersten, die sich für biodynamische Weinerzeugung entschied, früh erkannte sie das Potenzial des Teroldego als Lagenwein, sie ersetzte das regional übliche Pergola-System durch die vorteilhafte Guyot-Erziehung und verlängerte den Kontakt mit den Farbe und Tannin gebenden Traubenschalen bis ins Frühjahr.

Amphorenweine als Aushängeschilder

Und da wären auch noch die Amphoren, bei denen Elisabetta ins Schwärmen gerät: „Die Amphore ist ein wunderbares Gefäß. Die Trauben haben die Energie des gesunden Bodens in sich, Material und Form der Amphore stellen die Verbindung zwischen Kosmos und Erde her. Da die Amphoren, anders als Holzfässer, geschmacksneutral sind, bringen sie die Reinheit der Rebsorte und der Böden verstärkt zum Ausdruck.“ Wie die uralte, autochthone Nosiola gehören Morei, Sgarzon & Granato heute zu den großen Weinen Italiens.

Portrait: Elisabetta und ihre (Wein-)Welt

Die spannende Koproduktion: Ampeleia. Ein Weingut als „Après-Ski“

Es gibt in der Toscana noch eine innige Fernbeziehung der Winzerin Elisabetta Foradori. Die Idee entstand gemeinsam mit ihren zwei Südtiroler Freunden Thomas Widmann und Giovanni Podini abends in einer Hütte in den italienischen Alpen. Die drei einte nicht nur die auf einer Skipiste ausgelebte Naturverbundenheit, sondern auch die Liebe zur mediterranen Kultur, die Leidenschaft für das Ursprüngliche und die Suche nach dem idealtypischen Rotwein. Geschmeidig sollte er sein, mit seidener Textur, facettenreich harmonisch, frisch und trinkig. Aber lässt sich eine Idee tatsächlich in eine Flasche füllen? Und wo ist der ideale Ort dafür? Die Antwort auf Frage 1 lautet: Ja. Die Antwort auf Frage 2: Im Weingut Ampeleia (von griech. ampelos = der Weinstock, die Rebe), gelegen in Roccatederighi, in der südwestlichen Toskana. Hier, in der Maremma, gibt es kaum die pittoresken Zypressenalleen und sanften Hügel. Das Land zeigt sich eher von seiner rauen und wilden Seite. Die ebenfalls biodynamisch erzeugten Ampeleia-Weine bieten mit Cuvées aus Grenache, Carignan, Alicante Bouschet, Cabernet Franc und Sangiovese eine Quintessenz der wichtigsten mediterranen Rebsorten.
Zum Weingut Ampeleia

Zum Weingut Foradori im Webshop


Sie haben einen bestimmten Wein vom Weingut nicht in unserem Sortiment gefunden?
Sie suchen spezielle oder gereifte Jahrgänge?
Schicken Sie uns gerne eine Mail – vielleicht können wir helfen:

christoph.arend@weinladen.com

Back to the top

Log in