Champagne Veuve Fourny & Fils – Vertus

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Champagner: Von starken Frauen und geprägt

In beinahe jedem Anbaugebiet dieser Welt finden sich eigentümliche Traditionen. In der Champagne sind es auffallend viele Witwen, die sich auf die Geschichtstafel ihrer Region gebrannt haben. So gilt Nicole-Barbe Ponsardin, besser bekannt als Veuve (Witwe) Clicquot als Erfinderin des Rüttelpults. Anfang des 18 Jh. war das. Ein paar Jahrzehnte später führte eine andere berühmte Witwe, Louise Pommery, als erste einen trockenen „Brut“-Champagner ein. Bis dahin wurde der Champagner als süßlicher Begleiter des Desserts geschätzt. Elisabeth „Lily“ Bollinger schließlich führte als junge Witwe ihr Champagner-Haus mit couragiertem Trotz durch die schwierigen Jahre der deutschen Besatzung. Doch kommen wir zu „unserer“ Veuve: Ursprünglich unter dem Namen „Champagne Albert Fourny“ gegründet, wurde das Haus in den 1950ern nach dem Tode Alberts in „Veuve Fourny“ umbenannt. Mit einem unbeugsamen Traditionsbewusstsein führt Madame Fourny gemeinsam mit ihren Söhnen Charles-Henry und Emmanuel das kleine, aber feine Haus. Seit dem 19. Jahrhundert besitzt die Familie den Clos Notre-Dame (benannt nach einer alten Abtei in der Nähe von Vertus).

Unvergleichlicher Schaumwein dank Tradition und Natur

Um ein „Clos“ zu sein, muss der Weinberg vollständig mit Mauern umfriedet sein. Um den Rang eines Premier Crus zu erhalten, muss sich die Qualität der Trauben nachweislich und über einen langen Zeitraum von den „einfacheren“ Weinbergen abheben. Was Faubourg Notre-Dame, wie der Clos richtig heißt, von der Natur geschenkt bekam, wirkt wie eine überaus gelungene Komposition, die alles berücksichtigt zu haben scheint, was ein großer Champagner für seine Genese braucht. Tief dringen die Wurzeln in den Kreideboden ein, der einen idealen Wasserhaushalt der Pflanzen ermöglicht. Die Süd-Ost-Ausrichtung gewährt den Rebstöcken die nötige Wärme, um die strengen Winter besser zu überstehen. Mit gerade 8 ha (schon längst ökologisch gepflegten) Weinbergen gibt es nur eine Chance, gegen die großen Marken-Champagner zu bestehen: Individualität und Qualität! Ihre ausschließlich aus der ersten Cuvée gewonnenen Moste werden spontan vergoren, in traditionellen Fuderfässern ausgebaut und bis zu 9 Jahren in ihrem „Kreide-Keller“ aus dem 19. Jh. gelagert.
Eine große Feinheit und Komplexität, gepaart mit mineralischer Frische macht den Stil von Veuve Fourny aus. Selten findet man heute ein Champagner-Haus mit einer so klaren Linie und hohem Wiedererkennungswert!


Unsere Champager-Auswahl von Veuve Fourny & Fils:

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