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Maremma – die wilde Seite der Toskana

Im südwestlichen Zipfel der Toskana gelegen, erstreckt sich die Maremma von den Ausläufern der Colline Metallifere südlich von Siena bis hin zur glitzernden Küste des Tyrrhenischen Meeres. Lange prägten Sümpfe, weite Weideflächen und die legendären Butteri – die toskanischen Cowboys, die traditionell die Chianina-Rinder hüten – die Landschaft. Wegen der Sümpfe grassierte hier noch bis ins 20. Jahrhundert die Malaria. Die großflächige Trockenlegung brachte schließlich den Wandel.

Heute ist die Maremma einer der spannendsten und dynamischsten Hotspots für charakterstarken Spitzenwein in Italien. Auf Weinbau blickt die Region durchaus lange zurück, als eigenständige Qualitätsweinregion ist sie jedoch vergleichsweise jung. Lange war Wein nur ein Teil der Landwirtschaft und diente hauptsächlich der Versorgung der Bevölkerung. Erst in den 1970er-Jahren entstanden erste geschützte Herkunftsbezeichnungen; Morellino di Scansano erhielt 1978 den DOC-Status.

Ein Blick über die Weinberge in Maremma.
Claudio Tipa, gebürtiger Sizilianer und und Mitinhaber von ColleMassari
Ein Blick über die Toskana.
Die Weine von ColleMassari haben Charakter, Ecken und Kanten und spiegeln die raue Schönheit ihrer Herkunft wider.
Ein Blick auf die historische Außenanlage des Weinguts ColleMassari

    Was macht Maremma-Weine so unverwechselbar?

    Es ist das Zusammenspiel aus extrem vielfältigen Böden und einem einzigartigen Mikroklima.

    Je nach Subregion reicht das Spektrum von mineralischem Vulkangestein und eisenhaltigem Ton bis hin zu kalkhaltigen Sand- und Schotterböden, auf denen die Reben tief wurzeln können.

    Die frische, salzige Brise des Mittelmeers weht tief ins Landesinnere und kühlt die Weinberge besonders in den heißen Sommernächten ab. Das sorgt für eine lange Reifezeit, in der die Trauben ihre Aromen perfekt ausprägen können, ohne ihre Frische und Eleganz zu verlieren.

    Während Bolgheri an der nördlichen toskanischen Küste mit seinen legendären »Supertuscans« weltberühmt wurde, hat die südlichere Maremma abseits der bekannten Küstenorte eine ganz eigene, faszinierende Identität entwickelt. Hier prägen zwei Herkunftsbezeichnungen das Geschehen besonders:

    Zum einen die DOCG Morellino di Scansano rund um das historische Städtchen Scansano. Seit dem Jahrgang 2007 trägt Morellino di Scansano den DOCG-Status. Der Wein basiert zu mindestens 85 Prozent auf Sangiovese. Im Vergleich zu seinen Verwandten aus dem Norden zeigt er sich oft geschmeidiger, wärmer und dunkler in der Frucht – getragen von reifen Tanninen und einer charmanten, erdigen Tiefe.

    Zum anderen Montecucco Sangiovese DOCG. Seit 2011 trägt auch diese hochspannende Herkunft die höchste italienische Qualitätsstufe. Die Appellation grenzt an die Region des Brunello di Montalcino. Mindestens 90 Prozent Sangiovese müssen enthalten sein, bis zu zehn Prozent dürfen aus anderen lokalen roten Rebsorten bestehen. Die Riserva-Qualität darf erst nach zweieinhalb Jahren in den Verkauf kommen.

    Mit »Melacce« Montecucco Vermentino DOC – ColleMassari im Glas lässt sich die Region Maremma schmecken.

    Ein echter Geheimtipp im Glas

    Die Maremma ist kein Ort für stromlinienförmigen Einheitswein. Die Weine dieser Region haben Charakter, Ecken und Kanten und spiegeln die raue Schönheit ihrer Herkunft wider. Ob ein knackig-kühler Vermentino zum nächsten Fischgericht oder ein kraftvoller Sangiovese für den gemütlichen Abend – die Maremma bringt das authentische Lebensgefühl dieser Landschaft direkt zu Ihnen nach Hause.

    Claudio Tipa, gebürtiger Sizilianer und und Mitinhaber von ColleMassari

    ColleMassari

    In der Region Montecucco wird bereits seit etruskischer Zeit Wein erzeugt. Dennoch stand das Anbaugebiet lange Zeit nicht im Fokus der Weinwelt. Seit 1998 verändert sich die Wahrnehmung sukzessive zugunsten von Montecucco. Damals begannen die Geschwister Maria Iris Bertarelli und Claudio Tipa sowie dessen Frau Maria mit ColleMassari, ihre Ideen Gestalt annehmen zu lassen: den Rebsorten der Region, allen voran Sangiovese, eine klar terroirbezogene Persönlichkeit zu geben und als visionäre Vorreiter dem gesamten Gebiet zu mehr Aufmerksamkeit und höherem Ansehen zu verhelfen. Der Erfolg gibt ihnen recht.

    Im Glas bei Schmidt

    Im Magazin des Weinladen Schmidt entdecken Sie Geschichten, Empfehlungen und Hintergrundwissen rund um Wein. In verschiedenen Themenreihen stellen wir Ihnen besondere Weinregionen, eigenständige Weingüter, spannende Rebsorten und neue Entdeckungen für Ihr Glas vor.
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